Ursprung des Festes und die Umzüge

Das Kamenzer Blütenmeer
Ein besonderer Höhepunkt der Forstfestwoche sind die Festumzüge, welche am Montag und Donnerstag stattfinden. Rund 1.200 Schüler der Klassenstufen 1-11 aus den Kamenzer Schulen ziehen in einem fast zwei Kilometer langem „Auszug“ und "Einzug" aus der festlich geschmückten Stadt in Richtung Forst. Alle Teilnehmer sind ganz in Weiß gekleidet und tragen wunderschön gestaltete Blumenelemente und Fahnen. Wenn sich alle Teilnehmer auf dem Marktplatz versammelt haben, wirken die zahlreichen Blumen wir ein riesiges Blütenmeer.
Musikalische Unterstütztung gibt es dabei von mehreren Spielmannszügen und Blasorchestern. Das gemeinsame Singen unserer traditionellen Heimatlieder auf dem Schulplatz und dem Kamenzer Marktplatz bringt dabei die Liebe zur Heimat und unserer Stadt zum Ausdruck und fasziniert alle unsere Gäste. Die Bewohner der Innenstadt schmücken ihre Häuser mit Ranken, Wimpelketten und einzigartigen Blumenkränzen.
 
Die Legende
Der Ursprung des Forstfestes kanm man nicht eindeutig historisch herleiten. Viele Legenden ranken um seine Entstehungsgeschichte. Die wohl bekannteste und beliebteste bezieht auf eine Episode im 15 Jahrhundert:
Um 1432 bedrohten die Hussiten die Stadt. Sie hatten ihr Lager in der Nähe des Kamenzer Forstes errichtet und forderten angeblich von den Stadtvätern ein hohes Lösegeld. Die Kamenzer Einwohner konnten diese Summe jedoch nicht aufbringen und so schickten sie in ihrer Verzweiflung all ihre Kinder in weißer Kleidung in das Hussitenlager. Vom Anblick der Kinder gerührt, verschonten die Hussiten die Stadt, worauf die Kinder wieder in die Stadt einzogen.
Die konzeptionelle Festschreibung unseres Festes erfolgte dann 1845 durch den Direktor der Stadt- und Bürgerschule Herrn Dr. Leuner.