Abschlusswort zum Forstfest 2017

Oberbürgermeister Roland Dantz
Oberbürgermeister Roland Dantz

Liebe Kamenzer Schülerinnen und Schüler, werte Eltern,

ich grüße auch die Schüler und Eltern aus den Nachbarorten von Kamenz,

sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, was selbstverständlich die Kamenzer Ortsteile miteinschließt,

liebe Gäste aus nah und fern,

 

es ist kaum zu glauben, unser Forstfest nähert sich – leider – seinem Ende. Die Festwoche war wieder viel zu schnell vorbei. Es hatte uns ergriffen: Das alljährlich Forstfestfieber – ein Zustand in dem wir uns pudelwohl fühlen. Das Kamenzer Forstfest ist für den Kamenzerinnen und Kamenzern und auch manchem im Umland sprichwörtlich in Fleisch und Blut übergegangen. Wir sehen es an unseren Kindern, wenn wir heute Abend auf unseren Marktplatz schauen.

 

Ein „VIVAT, VIVAT HOCH!“ – besonders Euch – den Kindern!

Aber auch ein „VIVAT, VIVAT HOCH!“ Ihnen – den Eltern und Großeltern!

Ein „VIVAT, VIVAT HOCH!“ den Gästen aus Nah und Fern

 

Alle Jahre wieder freuen wir uns auf unser Fest und feiern es mit Leib und Seele. Die Anstrengungen und Mühen, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Kamenzerinnen und Kamenzer, die Anstrengungen und Mühen der vielen Helfer haben sich wieder gelohnt. Und Petrus hatte seines dazu beigetragen. Wir haben wunderbare Festumzüge erlebt, ja wir konnten ein Blütenmeer erleben.

 

Ohne Euch, Ihr lieben Kinder, und Euch, liebe Eltern, und die engagierten Lehrerinnen und Lehrer wäre es nicht möglich gewesen. Daher auch vielen Dank an Sie, Frau Laube! Geben sie ihn bitte an ihre Mannschaft weiter.

Ein VIVAT VIVAT HOCH auf unsere Lehrerinnen und Lehrer!

 

Die Rankewinder und -winderinnen waren auch in diesem Jahr wieder sehr fleißig.
Davon zeugen die Ranken am Rathaus, am Andreasbrunnen und der 1. Oberschule sowie an anderen Orten. Und wie immer wurden sie dabei mit kräftiger Stimme durch den Jesauer Männerchor unterstützt.

 

Unser Dank ist auch an die vielen kommunalen und ehrenamtlichen Kräfte gerichtet. Die Mitarbeiter der KDK und der Stadtverwaltung, und hier besonders der Hausmeisterpool, haben Großes geleistet.

 

Unsere Gärtner, Gartenbaubetriebe und Blumenläden arbeiteten mit großer Liebe und Können rund um die Uhr und zauberten für den Montag und Donnerstag eine beeindruckende Blütenpracht. Immerhin galt es rund 1400 Schülerinnen und Schüler mit Blumenschmuck, den Kränzen, Lyren und Bögen und vielen mehr zu versorgen. 1400 Teilnehmer an den Umzügen heißt aber auch, dass ein Teilnehmerrekord erreicht wurde, wie es ihn seit langem nicht mehr gegeben hat!

Darauf ein „VIVAT, VIVAT HOCH!“

 

Ich kann nur sagen: Weiter so! Und wenn wir dafür – mit Augenzwinkern – den Marktplatz erweitern müssten, damit alle Teilnehmer Platz finden. Apropos Marktplatz: Gestatten Sie mir einen kleinen Einschub. Sie alle haben bemerkt, dass dieser umgestaltet wird, damit er – unserer Stadt angemessen – noch attraktiver wird. Zum Jahresende haben wir es gemeinsam geschafft!

 

Aber Dank der geschickten Planer und der bauausführenden Firma ist es gemeinsam mit der Stadtverwaltung gelungen, nicht nur autofahrer- und marktbesucherfreundlich diese Umgestaltungsmaßnahme durchzuführen, vor allem ist es gelungen, die Durchführung der Festumzüge sicherzustellen! Dafür vielen, vielen Dank!

 

Unser Dank gilt auch und besonders den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr sowie dem Deutschen Roten Kreuz.

 

Der Dank gilt ebenso den Kirchen in unserer Stadt, den Sportvereinen, dem Förderverein Forstfest sowie dem Forstfestkomitee.

 

Hervorheben möchte ich auch den neuen Schützenkönig der Vereine Helge-Peter Damrath und besonders dem neuen Kreisschützenmeister Andreas Klaus danken. Er trägt nun den Staffelstab unseres Kreisschützenmeisters Rüdiger Tielck weiter. Rüdiger Tielck lag die Tradition des Schützenaufzuges und des Bürgeradlerschiessens sehr am Herzen.

 

Wir gratulieren unseren Majestäten Ursula Schmidt und Eric Geßwein und unserem Bürgerschützenkönig Michael Müller.

 

Wir konnten dem Eröffnungskonzert des Blasorchesters der Lessingstadt Kamenz und des Großen Blasorchesters aus Kolin beiwohnen.  

 

Den Orchestern, die auch heute wieder ihr Bestes gegeben haben, aber auch den anderen, die an den Festumzügen mitwirkten, sowie den Schaustellern und Gastwirten im Forst, sowie den zahlreichen Sponsoren und Spendern, die die Stadt bei der Durchführung des Forstfestes mit Sach- und Geldspenden unterstützt haben, auch diesen gilt unser Dank. So bedanken wir uns in besondere Weise für die großzügige Unterstützung bei der Volksbank Bautzen eG, bei der Möbelhaus „H+H Wohnen und Einrichten GmbH“ und dem Unternehmen „Caravan-Reisemobile-Eyke“.

Dafür haben sie sich einenBeifall und ein lautes „VIVAT, VIVAT HOCH!“ verdient!

 

An dieser Stelle seien auch herzliche Genesungswünsche an Frank Hohlfeld gesandt.
Sonst marschierte er mit, spielte in der Stadtkapelle und dirigierte diese zu den festlichen Gesängen auf dem Markt und hätte auch heute Abend das „Abendlied“ musikalisch begleitet.

 

Es ist eine gute Tradition, dass ältere Kamenzer und auch Kamenzer, die in die weite Welt gegangen und mit ihrer Heimatstadt verbunden sind, sich ihr Forstfest anschauen und es mit uns leben – dies war auch in diesem Jahr so.

Die Freude, der Glanz in den Augen spricht dann zu uns, diese Verbundenheit weiter zu tragen und zu leben.

 

Lassen Sie mich, liebe Kamenzerinnen und Kamenzer, sehr geehrte Gäste,
noch einmal auf eine Urkamenzerin, mit 103 Jahren ist man das(!), auf Elfriede Westphal zurückkommen, die schon am Montag beim Auszug zugegen war. 1921, also vor fast 90 Jahren hat sie als kleines Schulmädchen das erste Mal am Forstfest teilgenommen. Diese Verbundenheit zum Forstfest, zu Kamenz zu sehen und zu empfinden, war sehr berührend. Da war das Bild der Zusammengehörigkeit zu erleben, eines sich immer wieder fortsetzenden Kreislaufes zwischen jenen, die unser Fest in früherer Zeit getragen haben und uns, den Heutigen, die es auch als Vermächtnis an Euch, liebe Kinder, weitergeben.

 

Das ist eben das Besondere an unserem Fest, für das sich so viele ins Zeug legen: Es schweißt zusammen bringt Menschen zu einander, es weckt heimatliche Gefühle, ohne jene aus auszugrenzen, die neu in unsere Stadt gekommen sind. Unser Forstfest gibt – unserem Leben Sinn und Halt.

 

Liebe Kamenzerinnen und Kamenzer,
ich bin sehr froh, dass ich dieses – Ihr/unser – Fest wieder (mit) erleben durfte. Und ich kann nur sagen, dass wir stolz darauf sein können, dass es uns immer wieder gelingt, das Kamenzer Forstfest zu einem Höhepunkt zu machen. Daran habt Ihr, liebe Schülerinnen und Schüler sowie die Euch begleitenden Lehrerinnen und Lehrer, aber auch Sie, liebe Eltern, den entscheidenden Anteil.

 

Ihr, liebe Schülerinnen und Schüler, seid es, die durch unsere Straßen ziehen und die einzigartige Blumenpracht präsentieren. Ihr seid es, die mit uns Forstfestlieder singen. Und Ihr seid es, die gemeinsam mit Euren Lehrerinnen und Lehrern, dazu beigetragen habt, dem Forstfest zu seinem besonderen Glanz zu verhelfen.

Deshalb gilt gerade Euch ein schallendes „VIVAT, VIVAT HOCH!“

 

Liebe Kamenzer , liebe Kamenzerinnen,

liebe Gäste aus nah und fern,

wir können auf ereignisreiche und glückliche Tage zurückblicken, auf unvergessliche Erlebnisse und auf die Treffen mit Freunden, Bekannten und Verwandten. Und wir denken auch an die vielen Gespräche über die Vergangenheit, aber auch über die Zukunft unserer Stadt.

 

Oscar Wilde meinte einmal: „Jeder Mensch hat seinen wunden Punkt und das erst macht ihn menschlich.“ Erhalten wir uns diese Empfindsamkeit und achten wir auf uns in der Zeit, die vor uns liegt.

 

Mit diesen guten Aussichten erkläre ich das Forstfest 2017 für beendet.

 

(Für die Veröffentlichung im Internet leicht bearbeitet)