Ein Städtlein hängt am Berge

- von Wilhelm Otto Uhlmanna -

Ein Städtlein hängt am Berge,
hart drängt sich Haus an Haus,
der Turm von Sankt Marien
schaut weit ins Land hinaus.

Rings grüßt ein Kranz von Wäldern,
die Elster rauscht am Wehr,
die Wiesen stehn voll Blumen,
die Felder früchteschwer.

Da jubelt durch die Gassen,
von frischem Grün geschmückt,
ein Lied aus Kinderkehlen,
das jedes Herz entzückt.

Zum Forst zieht’s kinderselig,
und was nur Stimme hat,
preist dich, du altes Kamenz,
als liebste Vaterstadt.

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